Archiv

„Gut so? Homosexualität in Deutschland“
Neue Folge der Reihe „Friedman schaut hin“ am Donnerstag, 15. August 2013, um 23.10 Uhr

Berlin (ots) – „Ich bin schwul – und das ist auch gut so!“ Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit bekannte sich 2001 mit diesem Satz als erster deutscher Spitzenpolitiker zu seiner Homosexualität. Doch auch zwölf Jahre später ist die Diskussion um die Gleichstellung Homosexueller in unserer Gesellschaft noch immer in vollem Gange. Zwar wurden durch Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts rechtliche Hürden für Schwule und Lesben in Partnerschaften aus dem Weg geräumt, aber können sie in Deutschland tatsächlich so frei leben wie heterosexuellen Menschen auch?

N24-Moderator und Journalist Michel Friedman stürzt sich in den bunten Trubel des Berliner Christopher Street Days 2013. Er kommt mit Lesben und Schwulen, Drag Queens und „Normalos“ ins Gespräch. Michel Friedman trifft die Politiker Klaus Wowereit, Renate Künast und Gregor Gysi, deren Parteien die völlige Gleichstellung der „Homo-Ehe“ fordern. Die Union sieht dadurch allerdings den Schutz der Familien gefährdet und wehrt sich bis heute dagegen. Abseits der Parade spricht Friedman daher mit dem CSU-Abgeordneten Stephan Mayer.

Friedman schaut hin: „Ist das gut so? – Homosexualität in Deutschland“, am Donnerstag, den 15. August 2013, um 23.10 Uhr.

Quelle: presseportal.de

Papst nennt Schwule „unsere Brüder“

papst-franziskus-homosex.470-

Neue Töne aus dem Vatikan: Die „Tendenz zur Homosexualität“ sei „kein Problem“, so der Papst. Allerdings sei die „Homo-Lobby“ sehr wohl problematisch.

Papst Franziskus hat bei seinem Rückflug vom Weltjugendtag in Brasilien nach Rom am Montag gegenüber Journalisten erstmals Stellung zu seiner Kritik an der „Homo-Lobby“ genommen. Sinngemäß erklärte der 76-Jährige, er habe keine Probleme mit Homosexuellen.“Man sagt, es gebe solche Personen“, erklärte der Papst nach übereinstimmenden Agenturmeldungen. „Wenn jemand schwul ist und guten Glaubens den Herrn sucht – wer bin ich, über ihn zu urteilen?“.

Die Tendenz zur Homosexualität selbst sei „kein Problem“. In diesem Zusammenhang nannte Franziskus Schwule „unsere Brüder“ und erklärte, dass Homosexuelle in die Gesellschaft integriert werden müssten.

Der Papst schränkte aber ein, dass man zwischen Homosexuellen und der „Homo-Lobby“ unterscheiden müsse. Die innerkirchlichen Seilschaften von Schwulen seien problematisch, weil Priester damit erpresst werden könnten. Franziskus hat sich wiederholt für ein Verbot von homosexuellen Priestern ausgesprochen.

Papst verweist auf Katechismus

Außerdem erklärte Franziskus, dass der Katechismus die Diskriminierung von Homosexuellen verbieten würde und deren Integration fordere. Im Katechismus aus dem Jahr 1992 erklärte die Kirche, dass Homosexuellen „mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen“ sei.

Volker Beck: „Hoffnung auf eine neue Haltung“

Der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck begrüßte die Äußerungen des Papstes. Sie machten „Hoffnung auf eine neue Haltung des Vatikan zu den Menschenrechten von Lesben und Schwulen“. Allerdings ist er weiterhin kritisch: Die Sexuallehre der Kirche scheint seit dem 13. Jahrhundert ja in Granit gemeißelt und als Kardinal hatte der neue Papst in seiner Heimat Argentinien gegen die Bürgerrechte von Lesben und Schwulen gewettert. Das obskure Wettern des Papstes gegen eine sogenannte ‚Schwulenlobby‘ gibt zudem Rätsel auf“, so Beck.

Bei dem Gespräch im Flugzeug ging der Papst auch auf das Thema Frauenpriestertum ein. Hier lehnt Franziskus eine Gleichbehandlung weiterhin kategorisch ab: „Diese Tür ist geschlossen“, sagte er. Allerdings könnten Frauen andere wichtige Aufgaben in der Kirchenverwaltung oder der Seelsorge übernehmen. (dk)

Quelle: http://www.queer.de/detail.php?article_id=19734

 

 

Patriarch Kirill (nach seiner Wahl 2009): Kuss aufs KreuzRussland: Patriarch nennt Homo-Ehe Symptom für Weltuntergang

Homosexualität sei Sünde und Selbstzerstörung für ein Volk: Der orthodoxe russische Patriarch Kirill wettert gegen gleichgeschlechtliche Ehen. Mit dieser Meinung steht der Kirchenmann in Russland nicht allein da.

Mehr dazu gibt’s hier

 

„Nachdem Präsident Putin gestern erneut ein homofeindliches Gesetz unterzeichnet hat, sendet Oscarpreisträgerin Tilda Swinton „Solidarische Grüße. Aus Moskau, mit Liebe.“ und riskiert dabei ihre Verhaftung. So sieht Zivilcourage aus:

https://fbcdn-sphotos-a-a.akamaihd.net/hphotos-ak-prn1/q71/s720x720/1044084_549688925072263_737133552_n.jpg

 

 

Das sagen die Deutschen zur Homo-Ehe

Das Bundesverfassungsgericht entschied: Homosexuelle Lebenspartnerschaften dürfen steuerlich nicht mehr schlechter gestellt werden als Ehepaare mit ihren Vorteilen des Ehegattensplittings.

Mehr dazu gibt’s hier

 

Gleichstellung: Gericht in Kalifornien legalisiert Homo-Ehe

Das Verbot der Homo-Ehen in Kalifornien ist aufgehoben: Damit folgt der Bundesstaat dem bahnbrechenden Urteil des Obersten US-Gerichts. Kurz nach der Entscheidung geben sich die ersten Paare das Jawort

Mehr dazu gibt’s hier

 

Bundestag beschließt Steuergleichstellung light

Union und FDP folgen dem Druck aus Karlsruhe und geben Homo-Paaren das Ehegattensplitting. Weitere Benachteiligungen bleiben, trotz Anträgen der Opposition.

Mehr dazu gibt’s hier

 

Obama fordert Homo-Rechte in Afrika ein

Nicht nur in seiner Heimat, auch bei einem Afrika-Besuch mahnt der US-Präsident die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben an – seine Botschaft stößt allerdings auf taube Ohren.

Mehr dazu gibt’s hier

 

Gleichstellung: Oberstes US-Gericht kippt Bundesgesetz gegen Homo-Ehe

Es ist ein wegweisendes Urteil gegen die Diskriminierung von Homosexuellen. Der Oberste Gerichtshof der USA hat ein Bundesgesetz gekippt, das die Ehe ausschließlich als Verbindung zwischen Mann und Frau festschreibt.

Mehr dazu gibt’s hier

Die Kommentare sind geschlossen.